Monatsarchiv für Juli 2008

 
 

Firmenseminare: Versuch und Irrtum

Wahrscheinlich haben Sie auch schon davon gehört: Firmeninterne Seminare sollen nichts bringen. Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieser Seminare wird bezweifelt. Und das zu Recht.

Firmenseminare können ein Versuch sein, Mitarbeiter zu mehr Treue zu bewegen. Sie können ein Versuch sein, Veränderungen im Führungsverhalten zu bewirken. Sie können ein Versuch sein, das Change Management zu stärken. Sie können ein Versuch sein, Teams zu mobilisieren.

Aber der Unterschied zwischen “versuchen” und “machen” ist leider eklatant! Versuchen Sie einmal, ein Telefonat zu führen – oder führen Sie ein Telefonat. Nun?

Bei internen Firmenseminaren fallen ein paar (unglückliche) Dinge zusammen:

  1. Die Teilnahme erfolgt nicht wirklich aus freien Stücken.
  2. Man ist untereinander bekannt und verhält sich entsprechend.
  3. Lernstrecken sind nicht wiederholbar.
  4. Strukturierte Nacharbeit erfolgt meist nicht.
  5. Das Gießkannenprinzip trifft jeden ein bisschen, aber keinen richtig.

So sind oftmals Siebenmeilenstiefel gewünscht, doch der Blick aufs alte Schuhwerk fällt ernüchternd aus.

Machen Sie es besser!

Setzen Sie Ihre Ressourcen gezielter ein: Lassen Sie die Beraterin im Gespräch mit Kollegen und Mitarbeitern herausfinden, welche Stärken auszubauen sind und auf welche Schwächen besser verzichtet wird. Nutzen Sie das Know-how der Beraterin und finden Sie gemeinsam heraus, wo Veränderungen nötig sind. Und setzen Sie sie um.

Keine Versuche, sondern:
Engagiertes Tun, kraftvolle Entscheidungen, intelligente Lösungen.
Rufen Sie mich an, ich freue mich auf Ihre Aufgaben.

AMISSA® Unternehmensberatung
Regine Jäckel
Tel. 04331 7081060


Begegnungen ermöglichen Kreativität ermöglicht Innovation

Deutschlandradio Kultur sendete am 4. April 2008 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kreativität zahlt sich aus – Das etwas andere Unternehmertum“ aus dem HVB Forum München. Welche Bedingungen brauchen die Menschen im Unternehmen, um kreativ zu sein?

Besonders gefallen haben mir die Aussagen des Hirnforschers Prof. Ernst Pöppel, Vorstand und Gründer des Institutes für Med. Psychologie der LMU München; dort allen voran der Spruch aus dem MIT: „Kreativität findet in einem Radius von 50 m statt“! Herr Prof. Pöppel hat viel Kluges gesagt, und da es mich so erfreut hat, ihm zuzuhören, fasse ich nachfolgend einige seiner Aussagen für Sie zusammen:

Menschen haben Ur-Bedürfnisse: nach Autonomie auf der einen Seite und Zugehörigkeit (zum Unternehmen) auf der anderen Seite. Wenn diese Bedürfnisse befriedigt sind, kann gedankliche Wertschöpfung möglich werden.

Menschen benötigen räumlichen Bezug (keine Wechselbüros), persönlichen Kontakt (neben E-Mails und Telefon), aber auch die Gelegenheit, sich zu sammeln durch Rückzug und Entschleunigung. Unter diesen Bedingungen können sie Kreativität entwickeln.

Es ist essenziell, die Umgebungen entsprechend zu gestalten:

  • Die Architektur konstruiert Gebäude, die Begegnungen und Rückzug ermöglichen.
  • Die Unternehmen fördern durch CI und den respektvollen Umgang miteinander die kreative Bereitschaft. Denn von anderen akzeptierte Kreativität – auch über Hierarchien hinweg – ermöglicht Innovation.

Gemeinsam kreativ zu sein bedeutet:
Die Beteiligten halten fest, was sie nicht können – danach bilden sie die Schnittmenge aus dem, was sie können!